Artenschutzprüfung ASP

Im Zuge einer Artenschutzprüfung wird ermittelt, ob durch ein geplantes Vorhaben Konflikte mit den artenschutzrechtlichen Zugriffsverboten nach § 44 BNatSchG zu erwarten sind. Dabei baut die ASP auf einem dreistufigen Prüfverfahren auf.
Eine ASP I (Vorprüfung) umfasst die folgenden Arbeitsschritte:

  • Begehung des Plangebietes
  • Ermittlung des zu erwartenden Artenspektrums
  • Formulierung der durch das Vorhaben zu erwartenden Wirkfaktoren
  • Prüfung der möglichen Auswirkungen auf die planungsrelevanten Arten

Sollten dabei keine erheblichen Beeinträchtigungen zu erwarten sein, ist die Vorprüfung damit abgeschlossen.
Lassen sich im Zuge der Vorprüfung Beeinträchtigungen der planungsrelevanten Arten nicht ausschließen, ist eine ASP Stufe II durchzuführen, die die folgenden Punkte umfasst:

  • vertiefende Prüfung der Verbotstatbestände für die einzelnen Arten
  • Formulierung von geeigneten Vermeidungsmaßnahmen und CEF-Maßnahmen, um das Eintreten von Zugriffsverboten nach § 44 BNatSchG zu verhindern

In seltenen Fällen kann trotz genannter Maßnahmen ein Eintreten der Verbote nach § 44 BNatSchG nicht ausgeschlossen werden. In diesem Fall greift die ASP Stufe III, die die Beantragung eines Ausnahmeverfahrens beinhaltet.

Fledermäuse